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Der kleine Saugroboter [Kobold VR100]

3 Feb

Ich habe schon ein echt schlechtes Gewissen. Wollte ich doch schon vor Monaten einen Bericht zu unserem Saugroboter und dem Saugwischer von Vorwerk schreiben. Andererseits wollte ich Beides auch erstmal ausgiebig testen und musste auch zwischenzeitlich den Service von Vorwerk in Anspruch nehmen. Aber immer der Reihe nach…

 

Was ist der VR100?

Ein Saugroboter, der mit Hilfe eines 360 Grad Lasers und Bodensensoren navigiert. Man kann den Roboter programmieren, so dass er die Wohnung auch reinigt, während man gerade nicht Zuhause ist. Ich fand das klasse, da wir doch viel unterwegs sind, aber das tägliche Saugen durch unsere Haustiere einfach sein muss. Also musste der VR100 her und wurde dann ausgiebig getestet.

 

Wie hat er uns denn nun gefallen?

Sagen wir es mal so: Als der Repräsentant, der zu uns nach Hause kam, uns den Roboter vorgeführt hat, war ich wirklich recht angetan. Im Alltag gab es dann aber leider doch so einige Probleme. Zum einen hielt der Akku nicht so lange, wie ich es gehofft habe. Das bedeutet, wenn der Roboter Badezimmer, Arbeitszimmer und Wohnzimmer gesaugt hat, muss er erstmal wieder an die Basisstation. Das Laden geht dann auch nicht so fix, wie ich es manchmal gern hätte. Außerdem würde er so oder so nicht von allein in den restlichen Teil unserer Wohnung kommen, da wir eine Treppenstufe haben. Somit müssen wir dem Kleinen erstmal hochhelfen. Das Problem haben wir dadurch gelöst, dass wir meistens die anderen Räume mit dem Saugwischer gemacht haben, während unser Roboter den Rest gesaugt hat. Das mit dem Programmieren ist aber auch so eine Sache. Nicht immer funktioniert das so gut, denn der Saugroboter fährt sich auch mal ganz gern fest. Kabel und Überwürfe mag er so gar nicht. Gründsätzlich ist auch eine Magnetleiste in dem Lieferumfang enthalten. Mit dieser kann man verhindern, dass er in bestimmte Ecken fährt. Trifft er auf die Magnetleiste, dreht er der kleine Roboter nämlich um. Jetzt mal im Ernst: Wie viele von diesen Leisten soll ich mir denn noch kaufen? Eine reicht wohl eigentlich nicht aus. Die ist höchstens gut, wenn man verhindern will, dass er in einen bestimmten Raum fährt. Was man auch bedenken muss, ist, dass man erstmal alle Sachen aus dem Weg räumen muss, wenn der Kleine saugen soll. Wenn man ein Kind hat, liegt ja immer viel Spielzeug herum. Da dauert das schonmal etwas länger. Das Saugergebnis ist grundsätzlich 1A. Meines Erachtens kommt der VR100 aber trotz Seitenbürste nicht wirklich gut in jede Ecke. Meine Tochter krümmelt am Tisch gern mal mit ihrem Knäckebrot und da bleiben schon noch jede Menge Krümel übrig, wenn der Roboter an der Stelle vorbeigefahren ist. Da, wo er langfährt, nimmt er aber alles super auf. Manchmal denkt man, er würde wirr durch die Gegend fahren. Meistens weiß der Roboter aber wohl schon, was er macht bzw. machen soll. Durch die Lasertechnologie kann er sogar im Dunkeln fahren. Das finde ich äußerst praktisch. Der Kleine scannt sich am Anfang immer den kompletten Raum und überlegt dann, wie er fahren soll. Der für uns größte Nachteil ist, dass er nicht so gut mit Tierhaaren zurecht kommt. Dabei wir das extra in der Werbung von Vorwerk so gezeigt. Wir haben Schlittenhunde mit langen Haaren und das bedeutet, dass wir jeden Tag die Rolle reinigen müssen. Die Haare wickeln sich auch wirklich schön um die Seitenbürste. Das Auseinandernehmen des VR100 ist zwar leicht, aber alles wieder zusammenzusetzen, ist eine richtige Scheißarbeit. So manches Mal habe ich geschimpft wie ein Rohrspatz! Von unserem ersten VR100 mussten wir uns übrigens auch sehr schnell verabschieden. Er fing schon nach kurzer Zeit an zu quietschen. Wir haben aber ohne Probleme sofort einen Neuen bekommen. Der neue Saugroboter wurde schon geliefert, da hatten wir den Alten noch gar nicht abgegeben. Das mag ich bei Vorwerk so gern. Der Service ist wirklich unübertrefflich und mit dem Repräsentanten, so blöd ich diese Verkaufsstrategie auch finde, hat man immer einen adäquaten Ansprechpartner.

 

Würde ich ihn empfehlen?

Wahrscheinlich sagt ihr jetzt, bei so vielen negativen Aspekten würde ich mir den VR100 nicht nochmal kaufen oder ihn jemandem empfehlen. Das stimmt so nicht. Ich bin froh, dass ich den kleinen R2D2 habe. Es ist superpraktisch, dass er schnell mal durchsaugt, wenn man keine Zeit hat. Natürlich kommt er nicht in jede noch so kleine Ecke. Das bedeutet, dass man schon so ein Mal die Woche selbst den Staubsauger schwingen muss. An den anderen Tagen macht aber auch der Kleine ganz gute Arbeit. Ich lasse ihn aber meist nicht laufen, wenn ich weg bin. Obwohl das ja eigentlich genau das ist, womit er beworben wird. Wozu sonst soll man ihn schließlich programmieren können? Er verfängt sich dafür aber doch zu oft in irgendwelchen Kabeln und manchmal auch in den Überwürfen. Dabei mache ich die auch schon extra hoch. Wenn man mal ein Spielzeug von der Kurzen vergessen hat wegzuräumen, ist auch mal ganz gern die Bürste blockiert. Trotzdem mag ich den Saugroboter. Wenn er saugt, während ich zum Beispiel koche, höre ich ja, wenn er ausgeht und sich beschwert. Es gibt jetzt wohl auch ein neues Softwareupdate mit dem er nun besser fahren soll. Bin mal gespannt! Außerdem gibt es auch mittlerweile ein neues, natürlich noch teureres Modell, und zwar den Kobold VR200. Vorteil bei diesem Modell ist, dass der neue Kobold Saugroboter eine Fernbedienung hat. So kann man ihn zum Beispiel direkt zu einer bestimmten Stelle navigieren, wo sich Dreck befindet. Theoretisch kann auch der VR100 die sogenannte Spotreinigung. Wenn man den Saugroboter aber auf die verdreckte Stelle setzt und Spotreinigung drückt, ist es Glück, ob er nun den ganzen Dreck erwischt oder drum herum fährt.

 

Was kostet der Spaß?

Der VR100 kostet 599 € und der VR200 749 €. Also ich fand den Preis für den VR100 schon echt heftig und habe echt lange überlegt. Dementsprechend käme der VR200 für mich, zumindest für den aktuellen Preis, nicht in Frage. Natürlich ist die Fernbedienung ganz nett und der Akku wurde etwas verbessert, sodass der VR200 15 Minuten länger saugen kann. Das rechtfertigt aber nicht diesen hohen Preis. Von der Anschaffung des VR100 kann ich nur abraten, wenn man langhaarige Hunde hat. Wir müssen die Rolle und die Bürsten wirklich jeden Tag reinigen und dadurch hat man dann letzten Endes auch nicht die erhoffte Zeitersparnis.

 

Diese Seite ist auch sehr informativ. Außerdem habe ich ein sehr gutes Video zum Kobold VR100 bei Youtube gefunden. In dem Video hat die Computer Bild den kleinen Saugroboter mal ganz genau unter die Lupe genommen:

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Thermomix TM 5

26 Nov

Das neue Thermomix-Modell

Was soll ich sagen? Wie ihr wisst, habe ich ja schon einen Thermomix TM 31. Trotzdem konnte ich nicht widerstehen. Erst habe ich versucht, mir den neuen Thermomix schlecht zu reden. Schließlich gab es nicht so viele interessante Neuerungen. Je häufiger ich das Modell aber gesehen habe, desto interessanter fand ich es und irgendwann schauten mein Mann und ich uns das Gerät in Hagen in einem Vorwerkladen an. Wir kamen dann mit einem Kaufvertrag aus dem Geschäft und mussten fast sieben Wochen auf den TM 5 warten. Die Nachfrage war einfach zu groß. Letzten Freitag kam er dann endlich und ist nun schon dauernd im Einsatz. Allein am ersten Tag habe ich die Soße für meinen Lachs-Sahne-Gratin darin gekocht. Danach habe ich noch Teig für Mandelplätzchen, mediterranen Brotaufstrich und Vanillepudding gemacht. Das hätte mein TM 31 wohl auch geschafft, aber irgendwie macht der Neue trotzdem total viel Spaß. Aber jetzt erst mal der Reihe nach. Was kann denn der Thermomix überhaupt und wie unterscheidet er sich zum TM 31?

Funktionen:

  1. Vermischen
  2. Dampfgaren
  3. Mixen
  4. Wiegen
  5. Rühren
  6. Mahlen
  7. Schlagen
  8. Emulgieren
  9. Kontrolliertes Erhitzen
  10. Kneten
  11. Kochen
  12. Zerkleinern

Was diese Funktionen anbelangt kann der TM 5 auch nicht mehr. Er kann nicht backen, frittieren, kross anbraten oder die Wohnung saugen ;-). Und was ist jetzt neu? Darauf komme ich nun zu sprechen…

 

Touchscreen:

Der Thermomix hat ein interaktives Menü mit Touchscreen. Auf dem Touchscreen wählt man die Zeit, Temperatur und Stufe aus. Mit dem Drehknopf wird dann gestartet. Im Prinzip eine tolle Idee. Einzig die Fingerabdrücke auf dem Touchscreen können manchmal schon etwas stören.

Mehr Volumen:

Der Mixtopf und auch der Varoma sind 10 Prozent größer. Das bedeutet, statt 2 Liter passen nun 2,2 Liter in den Mixtopf und  in den Varoma passt nun wesentlich mehr Gemüse. Das gefällt mir, zumal ich drei Personen und zum Großteil auch direkt für 2 Tage koche. Das ist echt super!

Verschlusssystem:

Früher musste man den Deckel selbst richtig aufsetzen. Jetzt legt man ihn nur drauf und zwei Greifarme halten den Mixtopfdeckel dann fest, wenn gekocht wird. Deswegen hatte ich die größten Bedenken. Je mehr Technik, desto mehr kann kaputt gehen. Nicht, dass plötzlich mein Essen im Thermomix ist und ich diesen nicht mehr aufkriege.

Rezept Chips:

Die Rezept Chips sind super. Man kann sie magnetisch an dem TM 5 anbringen. Dann liest dieser die Rezepte, die auf dem Chip gespeichert sind, ein und führt einen via Guided Cooking durch das Rezept. Das bedeutet, dass man Schritt für Schritt durch das Rezept geführt wird und eigentlich nichts mehr selbst einstellen muss. Diese Funktion macht wirklich Spaß, zumal auf dem Chip vom Grundkochbuch wirklich alles Wichtige drauf ist (Reis kochen, Kartoffel kochen, Kartoffelpürre machen, Gemüsebrühenpaste machen). Ich habe via Guided Cooking Vanillepudding gemacht und es war so einfach. Man muss sich so noch nicht mal ein Kochbuch daneben legen. Es wird ja alles auf dem Touchscreen angezeigt. Für manche ist das ein Vorteil, für manche ein Nachteil. Ich bin persönlich jemand, der gern das Kochbuch und den Chip hat. Zum Kochen am Thermomix nutze ich den Chip und zum Stöbern nach Rezepten ist das Kochbuch dann toll. Wobei man dies eigentlich wegen dem neuen Rezeptportal nicht mehr braucht.

Rezeptportal:

Man registriert die Maschine und auch die Rezept Chips im Rezeptportal. So kann man ganz einfach vom iPad oder iPhone auf seine Rezepte zugreifen und sich auch ganz einfach eine Einkaufsliste für die ganze Woche erstellen. Ein Hoch auf die Technik!

Nachteil:

Für mich ist ein Nachteil, dass man immer noch nicht eigene Rezepte auf dem Thermomix abrufen kann. Er hat ein Touchscreen, aber leider keine Anbindung ans Internet (wohl wegen Viren). Die Rezept Chips sind leider recht teuer und die sind gerade das, was den TM 5 so interessant macht. Außerdem sind auch die einzelnen Bundles im Rezeptportal nicht gerade günstig. Da schaue ich lieber in die Rezeptwelt, wo täglich neue Rezepte hochgelanden werden. Die Rezepte der Rezeptwelt kann man mit dem TM 5 ja auch noch ganz gut nutzen, da man ja nicht nur über den Chip sondern auch manuell kochen kann.

Fazit:

Trotzdem möchte ich meinen Thermomix nicht missen und auch den TM 31 verwahre ich erstmal. Ich leihe ihn meiner Mutter. So komme ich bei Feiern trotzdem noch an ihn ran und kann mit zwei Geräten arbeiten. Einen günstigen Abklatsch vom Thermomix kann ich wirklich nicht empfehlen, da man solch ein günstiges Gerät sofort wegschmeißen kann, wenn etwas kaputt ist. Der Thermomix von Vorwerk ist qualitativ sehr hochwertig und wenn was kaputt geht, bekommt man ein neues Gerät oder das Alte wird repariert. Ersatzteile bekommt man selbst für einen älteren Thermomix noch jahrelang, nachdem schon ein neues Modell auf dem Markt ist. Ich bin begeistert von meinem Thermomix (ob TM 31 oder TM 5) und möchte ihn nicht mehr missen. Ich finde, dass der hohe Preis sehrwohl gerechtfertigt ist. Ich habe schon von so vielen Leuten gehört, die ihren Thermomix zehn oder zwanzig Jahre benutzen. Spricht das nicht für sich? Ich würde mir jederzeit wieder einen kaufen und koche wirklich viel darin. Der Thermomix ist eine tolle Arbeitserleichterung. Mir gefällt die Veröffentlichungspolitik nur nicht besonders. Aus heiterem Himmel erscheint ein neuer Thermomix. Selbst die Repräsentanten wissen nichts davon. Das hat natürlich einigen Ärger verursacht. Mir war es egal, weil mein TM 31 schon vier Jahre alt war. Einige haben sich aber kurz vor Veröffentlichung des Neuen einen TM 31 gekauft und waren natürlich sauer. Das kann ich gut nachvollziehen. Mir würde es auch besser gefallen, wenn ich vorher weiß, wann ein neues Modell erscheint. Dann kann ich mich darauf einstellen. Das ist aber bei Vorwerk wohl nicht möglich, zumal so schon viele Hersteller ihr Produkt kopieren. Also versuchen sie alles so lange wie möglich geheim zu halten.

 

Thermomix TM 31

2 Feb

Thermomix

Die eierlegende Wollmilchsau?

Der Weg in unsere Küche:

Das ist eine lange Geschichte. Eigentlich wollte ich ja nur einen japanischen Reiskocher, weil wir gern Onigiri essen. Bei Amazon fand ich dann auch einen echt japanischen Reiskocher. Dieser war aber sehr teuer und konnte auch nur Reis kochen. Für den Preis war mir das zu wenig. So wurde ich auf die sogenannten Multikocher aufmerksam. Darin konnte man nicht nur Reis kochen, sondern auch anbraten, schmoren, schongaren, kochen, dampfgaren und backen. Das gefiel mir schon besser. Zu dem Zeitpunkt war ich auch schon schwanger und ich erhoffte mir von dem Multikocher, dass ich mehr Zeit für das Baby hätte. Schließlich würde das Essen nach etwas Vorbereitung ganz allein vor sich hin kochen. Ich müsste nicht die ganze Zeit danebenstehen. Auf der Suche nach Rezepten für solch einen Multikocher bin ich dann im Wunderkessel-Forum gelandet. Dies ist ein Forum, in dem hauptsächlich auch Rezepte für den Thermomix gepostet werden. Zwar kannte ich den Thermomix von meiner Tante. Damals gefiel er mir aber nicht. Außerdem fand ich so einen Thermomix ja eh viel zu teuer. Bei Schatzi brachte ich mal das Gespräch auf so ein Teil und er war gar nicht begeistert. Ein normaler Multikocher wäre aber okay. So bekam ich den Intellichef von Morphy Richards. Der Thermomix blieb aber immer im Hinterkopf. Schließlich fand ich so viele tolle Rezepte beim Wunderkessel-Forum und als ich mal bei Youtube schaute, sah ich auch, dass es ein neueres und schöneres Modell vom Thermomix gibt. Das könnte man sich in Ermangelung von Platz in den Küchenschränken auch auf die Arbeitsplatte stellen. Meine Tante hatte anscheinend das Vorgängermodell TM 21. Bei Youtube fand ich dann schließlich die Channel von Thermifee und Thermomixfan. Als ich sah was für tolle Sachen die beiden in dem Ding zauberten, musste ich Schatzi doch nochmal wegen der Anschaffung fragen. Als ich vehement über einige Zeit gefragt bzw. genörgelt 😉 habe, erklärte er sich bereit sich das Teil mal in Aktion anzusehen. Ihm war der Thermomix in den Videos, die ich ihm zeigte, nämlich immer zu laut. So eine Repräsentantin (über die man solch einen Thermomix nach einer Vorführung bei sich Zuhause kaufen kann) wollten wir aber nicht zu uns einladen. Wir finden diese Art und Weise des Vertriebs schon bei Tupperware nicht so toll. Also sind wir in den Vorwerk Shop nach Essen gefahren. Die Verkäuferin dort war sehr nett und zeigte uns alles. Wir konnten uns dann auch vor Ort von der Lautstärke ein Bild machen. Als sie Schatzi dann die ganzen Funktionen erklärte und ihm erzählte, dass man Gemüsebrühenpaste selbst herstellen könnte, war er überzeugt. Wir achten ja schon stark auf die Ernährung. Aus diesem Grund benutzen wir schon keine Tütchen zum Kochen. Uns war es aber immer ein Dorn im Auge, dass uns bei Gemüsebrühe keine Alternative zum Fertigprodukt eingefallen ist. Selbst in der Bio-Gemüsebrühe ist Geschmacksverstärker in Form von Hefeextrakt. Lange Rede kurzer Sinn: Wir fuhren dann mit einem neuen Küchenhelfer nach Hause. Aber Hand aufs Herz: Braucht man so ein Teil nun wirklich? Vor allen Dingen, wenn man schon eine normale Küchenmaschine und einen Mixstab hat?

Produktdetails:

Der Thermomix besteht aus dem Grundgerät mit Mixtopf, Messer, Messbecher, Garkörbchen, Rühraufsatz sowie dem sog. Varoma. Dabei handelt es sich um einen Dampfgaraufsatz mit einem Einlegeboden. Als wir uns den vor ca. 2 Monaten oder so gekauft haben, kostete er noch 985 € und man bekam das Grundkochbuch sowie das Kochbuch „So koche ich gerne“ dazu. Bei der dezeitigen Aktion gibt es statt des „So koche ich gerne“ das Kochbuch „Leicht & Lecker“. Weitere Kochbücher sowie eine Transporttasche für Reisen sind im Onlineshop erhältlich. Wir haben uns noch die Kochbücher „Mit Thermomix auf Reisen“ und „Kochen für Knirpse“ geholt. Schließlich wollten wir den Thermomix ja auch gerade für Babybrei benutzen. Weitere technische Details findet ihr hier auf der offiziellen Thermomix-Seite von Vorwerk. Wie der Thermomix aussieht, kann man gut auf dem Bild oben erkennen. Die Aufkleber sind aber nicht im Lieferumfang enthalten. Das Gerät lässt sich leicht reinigen. Einfach etwas Wasser mit Spüli in den Mixtopf und den Thermomix kurz laufen lassen. Theoretisch dürfen auch alle Sachen bis auf dem Motorblock in die Spülmaschine, ich spüle trotzdem alles lieber von Hand.

Funktionen:

1) Vermischen:

Einfach alle Zutaten für einen Pfannkuchenteig in den Mixtopf geben, Maschine anstellen und den fertigen Teig dann nur noch in eine heiße Pfanne gießen.

2) Dampfgaren:

Mit dem Varoma-Aufsatz kann man Fleisch & Gemüse gleichzeitig dampfgaren. Das Essen wird so sehr vitaminschonend und ohne Zugabe von Fett zubereitet.

3) Mixen:

Alles wofür man sonst einen Mixer brauchte, kann man nun im Thermomix machen (z.B. Smoothies etc.).

4) Wiegen:

Der Thermomix besitzt eine integrierte Waage. Das ist gerade beim Kuchenbacken sehr toll. Man muss nicht alles umständlich einzeln in Schüsseln abwiegen.

5) Rühren:

Noch nie konnte man so leicht Milchreis oder Risotto herstellen. Es kann nichts anbrennen, da die Maschine ja die ganze Zeit für einen rührt.

6) Mahlen:

Man kann ganze Haselnüsse zerkleinern und bekommt innerhalb kürzester Zeit ein tolles Haselnusspulver. Richtig gemahlen ist das aber nicht, da die Haselnüsse kleingeschreddert werden. Das Ergebnis kann sich aber sehen lassen. Mit dem TM 31 stellt man sehr leicht auch Getreidemehl und sogar Reismehl her.

7) Schlagen:

Man kann auch Sahne schlagen. Dafür muss man lediglich den Rühraufsatz in den Mixtopf (auf das Messer) stecken.

8) Emulgieren:

Alle Dinge die man sonst im Wasserbad gemacht hat, kann man auch im Thermomix (und zwar ohne Wasser) machen. So lässt sich ganz einfach eine Mayonnaise herstellen.

9) Kontrolliertes Erhitzen:

Man kann am Thermomix genau die Temperatur einstellen. Von 37 °C bis 100 °C bzw. Varoma. So kann man z.B. sehr gut Schokolade schmelzen.

10) Kneten:

Pizza- oder Brotteig knetet das Ding wunderbar. Innerhalb von einer Minute hat man einen fertigen Brotteig. Gerade für uns ist das super, da wir ja gern wissen was in unseren Lebensmitteln ist. Schnell den Teig herstellen, der auch direkt im Gerät erhitzt werden kann (wegen der Hefe), in eine Kastenform gießen und ab in den Ofen.

11) Kochen:

Vor allen Dingen für Soßen oder Suppen ist der Thermomix super geeignet. Wir haben schonmal mit wenigen Zutaten eine Champignonsuppe gemacht, die besser war als jede Tütensuppe.

12) Zerkleinern:

Innerhalb von 5 Sekunden sind Zwiebeln zerkleinert. Ohne Tränen und man kann die Zwiebeln dann auch direkt mit Varoma (also auf höchster Stufe) anschwitzen. Anbraten kann der Thermomix ja leider nicht. Streukäse braucht man übrigens auch nicht mehr. Man schmeißt einfach ein paar Stücke Gouda in den Thermomix und bekommt ganz feinen Käse raus, den man für Aufläufe etc. benutzen kann.

Vorteile:

Der Thermomix ist sehr energiesparend. Wenn man alles in ihm kocht (Soße im Mixtopf; Nudeln, Reis oder Kartoffeln im Garkörbchen; Fleisch & Gemüse im Dampfgaraufsatz), dann verbraucht der Thermomix wohl so viel wie ein Ceranfeld. Man kann sich außerdem gesundes Essen kochen und wie bereits erwähnt Gemüsebrühenpaste oder Bratensoßenpulver selbst herstellen. So weiß man auch was drin ist und hat keine Zusatzstoffe, die man nicht möchte. Im Wunderkessel-Forum oder der Rezeptwelt von Vorwerk findet man jede Menge Rezepte. Da weiß man gar nicht was man zuerst kochen oder backen soll. Qual der Wahl und so.

Nachteile:

Man kann im Thermomix nicht grillen, braten oder backen. Außerdem kann das Gerät auch nicht in Stifte oder Scheiben schneiden. Je nach Drehzahl ist der Thermomix auch sehr laut. Das ist aber immer nur kurz (z.B. beim Käse zerkleinern oder Eis crushen). Außerdem muss man schon tief in die Tasche greifen. Im Moment kostet der Thermomix 985 € (zwei Kochbücher inklusive) und soll wohl demnächst teurer werden.

Fazit:

Ich möchte den Thermomix nicht mehr hergeben. Er erleichtert einem doch vieles. Gerade auch was Babybrei anbelangt. Vorher stand ich abends immer am Herd und habe kräftig in der Milch mit den Haferschmelzflocken herumgerührt. Trotzdem war das Ergebnis nie so toll und die Haferschmelzflocken haben sich nicht richtig aufgelöst. Generell gab es schon viele Erfolgserlebnisse weswegen sich der Thermomix meines Erachtens gelohnt hat. So schmeckte mir z.B. das selbstgemachte Käsefondue mit getrockneten Tomaten und Thymian viel besser als das Gekaufte. Der Toffifeelikör, den wir selbst hergestellt haben, schmeckte auch jedem super. Einfach die Toffifee im Mixtopf zerkleinern. Zucker, Kondensmilch, Ei, Sahne und Wodka dazu und schon hat man ein leckeres Getränk à la Baileys. Im Handumdrehen ist eine leckere Suppe gemacht und ein Brotteig hergestellt. Außerdem kaufen wir uns keinen Brotaufstrich. Warum auch, wenn man so toll selbst welchen herstellen kann (um es nochmal zu betonen: Ohne Zusatzstoffe!)? Unser Favorit im Moment ist türkischer Obazda. Dieser besteht aus Knoblauch, Frischkäse, Feta, Salz, Petersilie und Ajvar.