Tag Archives: Ernährung

Gewürze Unger (Onlineshop)

26 Feb

Da wir ja wegen Schatzis Rücken nicht zum Marokko-Shop gekommen sind, habe ich mal nach einem Onlineshop für Gewürze geschaut. Schließlich brauchten wir ja immer noch Ras el Hanout und das bekommt man nicht mal eben im Supermarkt. Über eine Suchmaschine kam ich relativ fix auf die Seite von Gewürze Unger. Ich stöberte dort und nachdem ich auch noch eine Würzmischung für Spaghetti Mirácoli Art fand, war die Entscheidung klar ;-). Witzigerweise wohnt der Betreiber des Onlineshops auch noch bei uns in der Nähe. Alles sprach also dafür in genau DIESEM Shop etwas zu bestellen.

Unser Einkauf:

  • 200 g Chili con Carne Gewürz
  • 100 g Hähnchengewürz
  • 100 g Masala Tandoori
  • 200 g Ras el Hanout
  • 250 g Spaghettigewürz Mirácoli Art
  • 50 g Chipotle Japaleño Chili (Schärfegrad 5)

Wir haben einige Gewürze schonmal pur getestet und uns hat vor allen Dingen das Chili con Carne Gewürz, das Spaghettigewürz Mirácoli Art und das Masala Tandoori supergut geschmeckt. Das scharfe Chili-Zeug hat nur mein Mann probiert und obwohl das „nur“ mittelscharf ist, haben ihm ganz schön die Augen getränt :-). Bis jetzt sind wir von unserer Bestellung sehr angetan. Alles in allem mussten wir ca. 26 Euro bezahlen (ab 10 € wird versandkostenfrei verschickt) und das finde ich echt günstig. Wenn man bedenkt wie teuer die Gewürze von Fuchs & Co im Supermarkt sind. Außerdem sind die meisten Sachen bei Gewürze Unger ohne Glutamat. Das ist uns ziemlich wichtig. Auch Maltodextrin konnte ich als Inhaltsstoff nicht finden. Bei meinem letzten Hähnchengewürz war das drin und dementsprechend haben wir es dann weggeworfen. Ich freue mich auf jeden Fall schon darauf die Sachen auszutesten. Werde auf jeden Fall in den nächsten Tagen Spaghetti Mirácoli Art, orientalischen Gewürzreis und Chili con Carne machen. Ich kann dann ja mal in einem Kommentar unter diesem Artikel berichten wie die Gerichte geschmeckt haben.

Abschließend noch ein Bild von den Gewürzen in den neuen Ikea Gewürzgläschen:

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Thermomix TM 31

2 Feb

Thermomix

Die eierlegende Wollmilchsau?

Der Weg in unsere Küche:

Das ist eine lange Geschichte. Eigentlich wollte ich ja nur einen japanischen Reiskocher, weil wir gern Onigiri essen. Bei Amazon fand ich dann auch einen echt japanischen Reiskocher. Dieser war aber sehr teuer und konnte auch nur Reis kochen. Für den Preis war mir das zu wenig. So wurde ich auf die sogenannten Multikocher aufmerksam. Darin konnte man nicht nur Reis kochen, sondern auch anbraten, schmoren, schongaren, kochen, dampfgaren und backen. Das gefiel mir schon besser. Zu dem Zeitpunkt war ich auch schon schwanger und ich erhoffte mir von dem Multikocher, dass ich mehr Zeit für das Baby hätte. Schließlich würde das Essen nach etwas Vorbereitung ganz allein vor sich hin kochen. Ich müsste nicht die ganze Zeit danebenstehen. Auf der Suche nach Rezepten für solch einen Multikocher bin ich dann im Wunderkessel-Forum gelandet. Dies ist ein Forum, in dem hauptsächlich auch Rezepte für den Thermomix gepostet werden. Zwar kannte ich den Thermomix von meiner Tante. Damals gefiel er mir aber nicht. Außerdem fand ich so einen Thermomix ja eh viel zu teuer. Bei Schatzi brachte ich mal das Gespräch auf so ein Teil und er war gar nicht begeistert. Ein normaler Multikocher wäre aber okay. So bekam ich den Intellichef von Morphy Richards. Der Thermomix blieb aber immer im Hinterkopf. Schließlich fand ich so viele tolle Rezepte beim Wunderkessel-Forum und als ich mal bei Youtube schaute, sah ich auch, dass es ein neueres und schöneres Modell vom Thermomix gibt. Das könnte man sich in Ermangelung von Platz in den Küchenschränken auch auf die Arbeitsplatte stellen. Meine Tante hatte anscheinend das Vorgängermodell TM 21. Bei Youtube fand ich dann schließlich die Channel von Thermifee und Thermomixfan. Als ich sah was für tolle Sachen die beiden in dem Ding zauberten, musste ich Schatzi doch nochmal wegen der Anschaffung fragen. Als ich vehement über einige Zeit gefragt bzw. genörgelt 😉 habe, erklärte er sich bereit sich das Teil mal in Aktion anzusehen. Ihm war der Thermomix in den Videos, die ich ihm zeigte, nämlich immer zu laut. So eine Repräsentantin (über die man solch einen Thermomix nach einer Vorführung bei sich Zuhause kaufen kann) wollten wir aber nicht zu uns einladen. Wir finden diese Art und Weise des Vertriebs schon bei Tupperware nicht so toll. Also sind wir in den Vorwerk Shop nach Essen gefahren. Die Verkäuferin dort war sehr nett und zeigte uns alles. Wir konnten uns dann auch vor Ort von der Lautstärke ein Bild machen. Als sie Schatzi dann die ganzen Funktionen erklärte und ihm erzählte, dass man Gemüsebrühenpaste selbst herstellen könnte, war er überzeugt. Wir achten ja schon stark auf die Ernährung. Aus diesem Grund benutzen wir schon keine Tütchen zum Kochen. Uns war es aber immer ein Dorn im Auge, dass uns bei Gemüsebrühe keine Alternative zum Fertigprodukt eingefallen ist. Selbst in der Bio-Gemüsebrühe ist Geschmacksverstärker in Form von Hefeextrakt. Lange Rede kurzer Sinn: Wir fuhren dann mit einem neuen Küchenhelfer nach Hause. Aber Hand aufs Herz: Braucht man so ein Teil nun wirklich? Vor allen Dingen, wenn man schon eine normale Küchenmaschine und einen Mixstab hat?

Produktdetails:

Der Thermomix besteht aus dem Grundgerät mit Mixtopf, Messer, Messbecher, Garkörbchen, Rühraufsatz sowie dem sog. Varoma. Dabei handelt es sich um einen Dampfgaraufsatz mit einem Einlegeboden. Als wir uns den vor ca. 2 Monaten oder so gekauft haben, kostete er noch 985 € und man bekam das Grundkochbuch sowie das Kochbuch „So koche ich gerne“ dazu. Bei der dezeitigen Aktion gibt es statt des „So koche ich gerne“ das Kochbuch „Leicht & Lecker“. Weitere Kochbücher sowie eine Transporttasche für Reisen sind im Onlineshop erhältlich. Wir haben uns noch die Kochbücher „Mit Thermomix auf Reisen“ und „Kochen für Knirpse“ geholt. Schließlich wollten wir den Thermomix ja auch gerade für Babybrei benutzen. Weitere technische Details findet ihr hier auf der offiziellen Thermomix-Seite von Vorwerk. Wie der Thermomix aussieht, kann man gut auf dem Bild oben erkennen. Die Aufkleber sind aber nicht im Lieferumfang enthalten. Das Gerät lässt sich leicht reinigen. Einfach etwas Wasser mit Spüli in den Mixtopf und den Thermomix kurz laufen lassen. Theoretisch dürfen auch alle Sachen bis auf dem Motorblock in die Spülmaschine, ich spüle trotzdem alles lieber von Hand.

Funktionen:

1) Vermischen:

Einfach alle Zutaten für einen Pfannkuchenteig in den Mixtopf geben, Maschine anstellen und den fertigen Teig dann nur noch in eine heiße Pfanne gießen.

2) Dampfgaren:

Mit dem Varoma-Aufsatz kann man Fleisch & Gemüse gleichzeitig dampfgaren. Das Essen wird so sehr vitaminschonend und ohne Zugabe von Fett zubereitet.

3) Mixen:

Alles wofür man sonst einen Mixer brauchte, kann man nun im Thermomix machen (z.B. Smoothies etc.).

4) Wiegen:

Der Thermomix besitzt eine integrierte Waage. Das ist gerade beim Kuchenbacken sehr toll. Man muss nicht alles umständlich einzeln in Schüsseln abwiegen.

5) Rühren:

Noch nie konnte man so leicht Milchreis oder Risotto herstellen. Es kann nichts anbrennen, da die Maschine ja die ganze Zeit für einen rührt.

6) Mahlen:

Man kann ganze Haselnüsse zerkleinern und bekommt innerhalb kürzester Zeit ein tolles Haselnusspulver. Richtig gemahlen ist das aber nicht, da die Haselnüsse kleingeschreddert werden. Das Ergebnis kann sich aber sehen lassen. Mit dem TM 31 stellt man sehr leicht auch Getreidemehl und sogar Reismehl her.

7) Schlagen:

Man kann auch Sahne schlagen. Dafür muss man lediglich den Rühraufsatz in den Mixtopf (auf das Messer) stecken.

8) Emulgieren:

Alle Dinge die man sonst im Wasserbad gemacht hat, kann man auch im Thermomix (und zwar ohne Wasser) machen. So lässt sich ganz einfach eine Mayonnaise herstellen.

9) Kontrolliertes Erhitzen:

Man kann am Thermomix genau die Temperatur einstellen. Von 37 °C bis 100 °C bzw. Varoma. So kann man z.B. sehr gut Schokolade schmelzen.

10) Kneten:

Pizza- oder Brotteig knetet das Ding wunderbar. Innerhalb von einer Minute hat man einen fertigen Brotteig. Gerade für uns ist das super, da wir ja gern wissen was in unseren Lebensmitteln ist. Schnell den Teig herstellen, der auch direkt im Gerät erhitzt werden kann (wegen der Hefe), in eine Kastenform gießen und ab in den Ofen.

11) Kochen:

Vor allen Dingen für Soßen oder Suppen ist der Thermomix super geeignet. Wir haben schonmal mit wenigen Zutaten eine Champignonsuppe gemacht, die besser war als jede Tütensuppe.

12) Zerkleinern:

Innerhalb von 5 Sekunden sind Zwiebeln zerkleinert. Ohne Tränen und man kann die Zwiebeln dann auch direkt mit Varoma (also auf höchster Stufe) anschwitzen. Anbraten kann der Thermomix ja leider nicht. Streukäse braucht man übrigens auch nicht mehr. Man schmeißt einfach ein paar Stücke Gouda in den Thermomix und bekommt ganz feinen Käse raus, den man für Aufläufe etc. benutzen kann.

Vorteile:

Der Thermomix ist sehr energiesparend. Wenn man alles in ihm kocht (Soße im Mixtopf; Nudeln, Reis oder Kartoffeln im Garkörbchen; Fleisch & Gemüse im Dampfgaraufsatz), dann verbraucht der Thermomix wohl so viel wie ein Ceranfeld. Man kann sich außerdem gesundes Essen kochen und wie bereits erwähnt Gemüsebrühenpaste oder Bratensoßenpulver selbst herstellen. So weiß man auch was drin ist und hat keine Zusatzstoffe, die man nicht möchte. Im Wunderkessel-Forum oder der Rezeptwelt von Vorwerk findet man jede Menge Rezepte. Da weiß man gar nicht was man zuerst kochen oder backen soll. Qual der Wahl und so.

Nachteile:

Man kann im Thermomix nicht grillen, braten oder backen. Außerdem kann das Gerät auch nicht in Stifte oder Scheiben schneiden. Je nach Drehzahl ist der Thermomix auch sehr laut. Das ist aber immer nur kurz (z.B. beim Käse zerkleinern oder Eis crushen). Außerdem muss man schon tief in die Tasche greifen. Im Moment kostet der Thermomix 985 € (zwei Kochbücher inklusive) und soll wohl demnächst teurer werden.

Fazit:

Ich möchte den Thermomix nicht mehr hergeben. Er erleichtert einem doch vieles. Gerade auch was Babybrei anbelangt. Vorher stand ich abends immer am Herd und habe kräftig in der Milch mit den Haferschmelzflocken herumgerührt. Trotzdem war das Ergebnis nie so toll und die Haferschmelzflocken haben sich nicht richtig aufgelöst. Generell gab es schon viele Erfolgserlebnisse weswegen sich der Thermomix meines Erachtens gelohnt hat. So schmeckte mir z.B. das selbstgemachte Käsefondue mit getrockneten Tomaten und Thymian viel besser als das Gekaufte. Der Toffifeelikör, den wir selbst hergestellt haben, schmeckte auch jedem super. Einfach die Toffifee im Mixtopf zerkleinern. Zucker, Kondensmilch, Ei, Sahne und Wodka dazu und schon hat man ein leckeres Getränk à la Baileys. Im Handumdrehen ist eine leckere Suppe gemacht und ein Brotteig hergestellt. Außerdem kaufen wir uns keinen Brotaufstrich. Warum auch, wenn man so toll selbst welchen herstellen kann (um es nochmal zu betonen: Ohne Zusatzstoffe!)? Unser Favorit im Moment ist türkischer Obazda. Dieser besteht aus Knoblauch, Frischkäse, Feta, Salz, Petersilie und Ajvar.

Die Bio-Kiste

24 Jan

Biokiste

Heute möchte ich euch gern mal etwas über unsere Bio-Kiste erzählen. Vielleicht interessiert sich ja der ein oder andere auch für Ernährung. Wir haben uns jedenfalls ziemlich mit dem Thema auseinandergesetzt, da ich aufgrund meiner Autoimmunerkrankung mehr auf meine Gesundheit achten wollte. Plötzlich rückten Maltodextrin, Glutamat, modifizierte Stärke, gehärtete Fette und die bösen E-Nummern in meinen Fokus. Daraufhin habe ich einige Bücher diesbezüglich gelesen und bin zu dem Schluss gekommen, dass wir von der Lebensmittelindustrie ganz schön verarscht werden. Es ist schon irgendwie ekelig, wenn man hört, dass die Aromastoffe für Erdbeerjoghurt aus Segespänen hergestellt werden. Dann mache ich mir meinen Erdbeerjoghurt aus TK-Erdbeeren, Naturjoghurt und Honig doch lieber selbst.

Warum Biosachen?

„Zunächst einmal spricht für Bioprodukte, dass sie nicht bestrahlt werden und auch keine gentechnisch veränderten Organismen enthalten dürfen. Es ist einfach gesünder, da die Tiere artgerecht aufwachsen und kein Turbo-Hochleistungsfutter mit Antibiotika zu fressen bekommen. Außerdem wird kein Kunstdünger verwendet und die Pflanzen werden erst geerntet, wenn sie reif und voller Vitalstoffe sind. Weil Biobauern alte Sorten anbauen, die einfach besser schmecken und mehr Vitamine liefern. Biogemüse ist weniger mit Pestiziden und Nitrat belastet, weil der Einsatz der chemischen Keule verboten ist und Gülle nicht zum Düngen verwendet wird.“

Dieses Zitat stammt aus dem Buch „Die neue Glyx-Diät“ von Marion Grillparzer. Das Buch habe ich verschlungen, weil es so interessant war und kann es nur jedem ans Herz legen. Es brachte mich auch auf die Idee mit der sog. „Bio-Kiste“ von der ich zuvor noch nie was gehört hatte. Schließlich hat ja nicht jeder einen Biosupermarkt direkt um die Ecke. So eine Bio-Kiste kann man online (z.B. in einem Abo) bestellen und sie wird dann nach Hause geliefert. Das wollten wir ausprobieren und fanden im Internet die Seite bringmirbio.de. Schnell war ein Probepaket bestellt und die Qualität der Lebensmittel überzeugte uns direkt. Mit der Zeit stellten wir aber fest, dass wir die versandkostenfreie Kiste (Mindestbestellwert: 25 €) zu zweit irgendwie nicht schaffen. Aus diesem Grund kündigten wir das Abo für eine längere Zeit. Lebensumstände ändern sich aber manchmal. Nun sind wir nämlich zu dritt und da ich für unsere 8 Monate alte Tochter den Brei selbst koche, wurden die Biosachen wieder interessant für uns. Wir haben wieder ein Abo bei bringmirbio.de abgeschlossen.

Inhalt der aktuellen Kiste:

  • 725 g Apfel der Woche: Pinova
  • 1 Avocado – Sorte Hass
  • 590 g Birnen – Conference
  • 1 mittelgroßer Romaesco Blumenkohl
  • 1 Bund Lauchzwiebeln
  • ca. 250 g Cherrytomaten
  • 690 g kernlose Clementinen
  • 1 Mango Kent
  • 720 g Mangold
  • 460 g Möhren
  • 1 Salat der Woche: Kopfsalat
  • 1 Sweetie Grapefruit

Vorteile:

Meistens wird saisonales Gemüse geliefert, was dann auch besonders gesund ist. Man muss nicht extra zu einem Biosupermarkt fahren, den man vielleicht nicht in der Nähe hat. Die Ware ist immer frisch, da sich im Sommer Trockeneis im Paket befindet. Außerdem lernt man Gemüsesorten kennen, die man sich vielleicht niemals selbst gekauft hätte bzw. die man gar nicht so einfach in jedem Supermarkt bekommt. Wir hatten Mangold, Löwenzahn oder Sauerampfer vorher z.B. noch nie gegessen. Die Rezeptvorschläge aus der Kiste sind auch toll. Die Rezepte sind meist vegetarisch oder vegan. Man kann sie aber auch einfach mit etwas Fleisch aufpeppen, wenn man möchte. Die Rezepte aus der aktuellen Kiste sind: Italienischer Mangold Salat, Mangold mit Kartoffeln, Orecchiette mit Romanesco und Tomaten und Mangold mit Oliven und weißen Bohnen. Bevor ich es vergesse: Wenn man bestimmte Gemüsesorten nicht mag, kann man das bringmirbio.de mitteilen und es wird einfach etwas anderes in die Kiste gepackt. Welche Gemüsesorten man nicht möchte, wird dort im Computer gespeichert und auch für kommende Lieferungen berücksichtigt.

Nachteile:

Man kann zwar die Bestellung auch für jede Woche individuell machen. Je nachdem was man kochen möchte, bestellt man dann die Zutaten. So weit ich weiß muss man dann aber jedes Mal dort anrufen, worauf ich persönlich keine Lust habe. Zwar sind die Leute an der Hotline sehr freundlich und zuvorkommend. Ich würde mir aber wünschen, dass man den Inhalt der Kiste auch irgendwie individuell auf der Website zusammenstellen könnte. Vielleicht geht das sogar. Wenn ja, habe ich aber noch nicht herausgefunden wie man das macht. Außerdem ist vielleicht ein Nachteil, dass man auf DPD angewiesen ist. Man weiß dann nie, wann DPD kommt und in dieser Woche war es z.B. sogar so, dass unser Paket erst am Donnerstag statt am Mittwoch geliefert wurde. Man kann DPD aber eine Abstellgenehmigung erteilen. Wenn man unterwegs ist und sie können einem das Paket nicht persönlich geben, stellen sie es vor die Tür.

Mir gefällt die Bio-Kiste sehr gut. Im Moment bekommen wir sie erstmal alle zwei Wochen. Müssen zunächst schauen, ob wir alles aufessen können :-). Aus den Äpfeln und Birnen werde ich Emily ein Obstmus kochen. Die Tomaten und den Romanesco Blumenkohl werde ich für ihren Mittagsbrei verwenden. Freue mich schon auf das Gericht, das wir heute mit den Zutaten aus der Kiste für uns kochen werden: Mangold-Kartoffel-Auflauf mit Lachs. Außerdem ist Schatzi glücklich, dass wir auch häufiger mal vegetarisch essen. Faustformel für sechs Tage ist: 2 Tage Fleisch, 2 Tage Fisch und 2 Tage vegetarisch. Meistens halten wir das ein.

In diesem Sinne: Guten Appetit!

Kyrallas Kinderkram #1

16 Jan

Möhrenbrei

Babybrei: Fertigbrei oder lieber doch selbst kochen?

Dieser Artikel wird wahrscheinlich polarisieren. Zu diesem Thema hat natürlich jeder seine Meinung. Hier möchte ich – ganz subjektiv –  meine Ansicht zum Thema Babybrei deutlich machen. Vielleicht kann ich der ein oder anderen bei der Frage „Selber kochen: Ja oder Nein?“ etwas helfen.

Fertigbrei:

Da fällt mir eigentlich nur ein positiver Aspekt ein: Man kann den Fertigbrei aus dem Gläschen auch kalt geben. Aus diesem Grund ist dieser für unterwegs natürlich gut geeignet.

Die Inhaltsstoffen finde ich manchmal aber doch sehr alarmierend. Zwar kann ich nicht bestätigen, dass Fertigbrei Gewürze oder Fleischbrühe enthält. Schlagrahm habe ich aber sehrwohl schon auf einem Gläschen gelesen. Was bitte macht Sahne denn in einem Babybrei? Vor allen Dingen heißt es doch überall, dass Milchprodukte nur im Abendbrei und auch dort nur in Maßen verwendet werden sollen. Was mich auch gewundert hat, ist, dass Tomaten schon viel früher in Gläschen verwendet werden als es laut Ernährungsplan eigentlich sein soll. Apropos Tomaten: So ein Fertigbrei schmeckt – egal welche Zutaten drin sind –  irgendwie immer gleich. Auch die Farbe des Fertigbreis ist merkwürdig. Mein selbstgekochter Möhrenbrei (siehe Bild) ist irgendwie nie so knallig orange wie der gekaufte. Als ich mal mit einer anderen Mutter darüber gesprochen habe, meinte diese, dass vielleicht vom Hersteller Babykarotten benutzt werden. Diese hätten ja eine andere Farbe als die normalen Möhren. Erschreckend finde ich, dass in Babybrei zum Anrühren oder auch in Instant-Babytee zum Teil Zucker sowie getarnter Zucker drin ist. Mit getarntem Zucker meine ich Dextrose und Maltodextrin. Laut dieser Seite handelt es sich bei Maltodextrin um ein Kohlenhydratgemisch, das vor allem aus Maisstärke gewonnen wird. Stärke wird im Körper aber durch Speichel in Zucker umgewandelt (zumindest haben wir das in der Schule so gelernt). Laut Gesundheit.de wird Maltodextrin zum Teil von Leuten genutzt, die ein niedriges Gewicht haben, um zuzunehmen. Sollen jetzt Babys schon auf Zucker konditioniert werden? Durch solche Inhaltsstoffe ist späteres Übergewicht doch schon vorprogrammiert. Der Spiegel hat hier darüber berichtet, dass ein namhafter Hersteller auf Druck von Foodwatch bestimmte Kindertees vom Markt genommen hat. Wenn Maltodextrin und Zucker für Babys doch so gesund ist, warum sind diese Tees jetzt durch andere (mit Teebeutel) ersetzt worden? Bei einigen Fertigprodukten denkt man es sei nicht viel Zucker drin. Wenn man den versteckten Zucker wie Dextrose und das gerade erwähnte Maltodextrin jedoch zum Zucker dazurechnet, dann müsste der Zucker bei so einigen Sachen bei den Inhaltsstoffen eigentlich an erster Stelle stehen. Wofür ich auch gar kein Verständnis habe, ist, dass gerade den Abendbrei-Gläschen oder dem Brei zum Anrühren Vanillin zugesetzt wird. Laut Wikipedia wird Vanillin aus den bei der Papierherstellung anfallenden Sulfitabfällen gewonnen. Außerdem habe ich im Netz diese Seite gefunden. Dort steht, dass Vanillin als Zusatzstoff in Nährmitteln sehr beliebt. Weißes Mehl (Typ 405) sei nur mit dieser künstlichen Aromatisierung genießbar. Dieses Aroma überdecke den unerwüschten muffigen Geschmack von altem Mehl oder von anderen Zutaten, die mindere Qualität haben. Außerdem wurde Vanillin eine krebserzeugende Wirkung nachgewiesen. Möchte ich so etwas meinem Kind geben? Warum darf die Lebensmittelindustrie das überhaupt? Last but not least sollte nicht unerwähnt bleiben, dass in Obstgläschen häufig Saftkonzentrat drin ist. Das kann meines Erachtens auch nicht Sinn der Sache sein.

Selbstgekochter Brei:

Wir vertrauen der Lebensmittelindustrie schon seit einigen Jahren nicht mehr. Darum kochen wir den Brei für unser Töchterchen selbst. So wissen wir genau, was in ihrem Essen so alles drin ist. Man sollte natürlich Bioprodukte nehmen, da diese nicht schadstoffbelastet sind. Die Geschmacksvielfalt hat uns auch überzeugt. Es gibt so viele tolle Rezepte in Breikochbüchern und wenn man dann z.B. darauf achtet vor allen Dingen saisonales Gemüse zu verwenden, dann ist das besonders gesund.

Es gibt aber natürlich auch negative Aspekte. So kann man auch viel bei der Herstellung des Babybreis falsch machen, wenn man sich nicht gerade an Rezepte hält. Zucker, Salz oder gar Honig – um nur einige Dinge zu nennen – haben in Babynahrung nichts verloren und können die Gesundheit des Babys schwer schädigen. Außerdem ist der Zeitaufwand natürlich nicht zu verachten. Man muss erstmal alles kleinschneiden und dann müssen die Sachen noch einige Zeit vor sich hinköcheln. Wenn es mal eben schnell gehen soll, ist insofern selbstgekochter Brei nicht zu empfehlen. Je nachdem welche Hilfsmittel man aber nutzt, ist der Zeitaufwand zu verkraften. Wenn man mit dem Baby mal unterwegs ist, dann ist der selbstgekochte Brei auch nicht so toll. Wir kochen z.B. auf Vorrat und frieren den Brei in Plastikbehältern portionsweise ein. Der Brei ist am nächsten Tag in der Mitte immer noch nicht ganz aufgetaut, so dass man unterwegs auf eine Mikrowelle angewiesen ist. Außerdem kann man den Brei nicht so gut stückig machen, wenn das Baby älter wird. Mit dem Pürierstab werden die Stücke doch sehr ungleichmäßig. Zum Teil sind die Stücke so groß, dass eine Erstickungsgefahr besteht.

Fazit:

Ich finde, man sollte nicht einfach blauäugig geben was einem die Industrie als gut verkaufen möchte. Man sollte kritisch hinterfragen und sich die Inhaltsstoffe gut durchlesen. Wenn ich mit der Kleinen unterwegs bin, gebe ich auch gern mal ein Gläschen. Wenn es abends mal besonders schnell gehen muss, nehme ich auch mal Grieß zum Anrühren. Ich lese mir aber immer vorher die Zutaten gut durch und lege Sachen mit den oben erwähnten schlechten Inhaltsstoffen wieder weg. Ansonsten koche ich lieber selbst: Mittagsbrei auf Vorrat und Nachmittags- und Abendbrei jeden Tag frisch. Aber das ist ja jedem selbst überlassen.

Lust selbst zu kochen?

Zu empfehlen sind das Buch „Kochen für Babys“, das es für 5 € zu kaufen gibt und das Phillips Avent Aufbewahrungssystem.