Der kleine Saugroboter [Kobold VR100]

3 Feb

Ich habe schon ein echt schlechtes Gewissen. Wollte ich doch schon vor Monaten einen Bericht zu unserem Saugroboter und dem Saugwischer von Vorwerk schreiben. Andererseits wollte ich Beides auch erstmal ausgiebig testen und musste auch zwischenzeitlich den Service von Vorwerk in Anspruch nehmen. Aber immer der Reihe nach…

 

Was ist der VR100?

Ein Saugroboter, der mit Hilfe eines 360 Grad Lasers und Bodensensoren navigiert. Man kann den Roboter programmieren, so dass er die Wohnung auch reinigt, während man gerade nicht Zuhause ist. Ich fand das klasse, da wir doch viel unterwegs sind, aber das tägliche Saugen durch unsere Haustiere einfach sein muss. Also musste der VR100 her und wurde dann ausgiebig getestet.

 

Wie hat er uns denn nun gefallen?

Sagen wir es mal so: Als der Repräsentant, der zu uns nach Hause kam, uns den Roboter vorgeführt hat, war ich wirklich recht angetan. Im Alltag gab es dann aber leider doch so einige Probleme. Zum einen hielt der Akku nicht so lange, wie ich es gehofft habe. Das bedeutet, wenn der Roboter Badezimmer, Arbeitszimmer und Wohnzimmer gesaugt hat, muss er erstmal wieder an die Basisstation. Das Laden geht dann auch nicht so fix, wie ich es manchmal gern hätte. Außerdem würde er so oder so nicht von allein in den restlichen Teil unserer Wohnung kommen, da wir eine Treppenstufe haben. Somit müssen wir dem Kleinen erstmal hochhelfen. Das Problem haben wir dadurch gelöst, dass wir meistens die anderen Räume mit dem Saugwischer gemacht haben, während unser Roboter den Rest gesaugt hat. Das mit dem Programmieren ist aber auch so eine Sache. Nicht immer funktioniert das so gut, denn der Saugroboter fährt sich auch mal ganz gern fest. Kabel und Überwürfe mag er so gar nicht. Gründsätzlich ist auch eine Magnetleiste in dem Lieferumfang enthalten. Mit dieser kann man verhindern, dass er in bestimmte Ecken fährt. Trifft er auf die Magnetleiste, dreht er der kleine Roboter nämlich um. Jetzt mal im Ernst: Wie viele von diesen Leisten soll ich mir denn noch kaufen? Eine reicht wohl eigentlich nicht aus. Die ist höchstens gut, wenn man verhindern will, dass er in einen bestimmten Raum fährt. Was man auch bedenken muss, ist, dass man erstmal alle Sachen aus dem Weg räumen muss, wenn der Kleine saugen soll. Wenn man ein Kind hat, liegt ja immer viel Spielzeug herum. Da dauert das schonmal etwas länger. Das Saugergebnis ist grundsätzlich 1A. Meines Erachtens kommt der VR100 aber trotz Seitenbürste nicht wirklich gut in jede Ecke. Meine Tochter krümmelt am Tisch gern mal mit ihrem Knäckebrot und da bleiben schon noch jede Menge Krümel übrig, wenn der Roboter an der Stelle vorbeigefahren ist. Da, wo er langfährt, nimmt er aber alles super auf. Manchmal denkt man, er würde wirr durch die Gegend fahren. Meistens weiß der Roboter aber wohl schon, was er macht bzw. machen soll. Durch die Lasertechnologie kann er sogar im Dunkeln fahren. Das finde ich äußerst praktisch. Der Kleine scannt sich am Anfang immer den kompletten Raum und überlegt dann, wie er fahren soll. Der für uns größte Nachteil ist, dass er nicht so gut mit Tierhaaren zurecht kommt. Dabei wir das extra in der Werbung von Vorwerk so gezeigt. Wir haben Schlittenhunde mit langen Haaren und das bedeutet, dass wir jeden Tag die Rolle reinigen müssen. Die Haare wickeln sich auch wirklich schön um die Seitenbürste. Das Auseinandernehmen des VR100 ist zwar leicht, aber alles wieder zusammenzusetzen, ist eine richtige Scheißarbeit. So manches Mal habe ich geschimpft wie ein Rohrspatz! Von unserem ersten VR100 mussten wir uns übrigens auch sehr schnell verabschieden. Er fing schon nach kurzer Zeit an zu quietschen. Wir haben aber ohne Probleme sofort einen Neuen bekommen. Der neue Saugroboter wurde schon geliefert, da hatten wir den Alten noch gar nicht abgegeben. Das mag ich bei Vorwerk so gern. Der Service ist wirklich unübertrefflich und mit dem Repräsentanten, so blöd ich diese Verkaufsstrategie auch finde, hat man immer einen adäquaten Ansprechpartner.

 

Würde ich ihn empfehlen?

Wahrscheinlich sagt ihr jetzt, bei so vielen negativen Aspekten würde ich mir den VR100 nicht nochmal kaufen oder ihn jemandem empfehlen. Das stimmt so nicht. Ich bin froh, dass ich den kleinen R2D2 habe. Es ist superpraktisch, dass er schnell mal durchsaugt, wenn man keine Zeit hat. Natürlich kommt er nicht in jede noch so kleine Ecke. Das bedeutet, dass man schon so ein Mal die Woche selbst den Staubsauger schwingen muss. An den anderen Tagen macht aber auch der Kleine ganz gute Arbeit. Ich lasse ihn aber meist nicht laufen, wenn ich weg bin. Obwohl das ja eigentlich genau das ist, womit er beworben wird. Wozu sonst soll man ihn schließlich programmieren können? Er verfängt sich dafür aber doch zu oft in irgendwelchen Kabeln und manchmal auch in den Überwürfen. Dabei mache ich die auch schon extra hoch. Wenn man mal ein Spielzeug von der Kurzen vergessen hat wegzuräumen, ist auch mal ganz gern die Bürste blockiert. Trotzdem mag ich den Saugroboter. Wenn er saugt, während ich zum Beispiel koche, höre ich ja, wenn er ausgeht und sich beschwert. Es gibt jetzt wohl auch ein neues Softwareupdate mit dem er nun besser fahren soll. Bin mal gespannt! Außerdem gibt es auch mittlerweile ein neues, natürlich noch teureres Modell, und zwar den Kobold VR200. Vorteil bei diesem Modell ist, dass der neue Kobold Saugroboter eine Fernbedienung hat. So kann man ihn zum Beispiel direkt zu einer bestimmten Stelle navigieren, wo sich Dreck befindet. Theoretisch kann auch der VR100 die sogenannte Spotreinigung. Wenn man den Saugroboter aber auf die verdreckte Stelle setzt und Spotreinigung drückt, ist es Glück, ob er nun den ganzen Dreck erwischt oder drum herum fährt.

 

Was kostet der Spaß?

Der VR100 kostet 599 € und der VR200 749 €. Also ich fand den Preis für den VR100 schon echt heftig und habe echt lange überlegt. Dementsprechend käme der VR200 für mich, zumindest für den aktuellen Preis, nicht in Frage. Natürlich ist die Fernbedienung ganz nett und der Akku wurde etwas verbessert, sodass der VR200 15 Minuten länger saugen kann. Das rechtfertigt aber nicht diesen hohen Preis. Von der Anschaffung des VR100 kann ich nur abraten, wenn man langhaarige Hunde hat. Wir müssen die Rolle und die Bürsten wirklich jeden Tag reinigen und dadurch hat man dann letzten Endes auch nicht die erhoffte Zeitersparnis.

 

Diese Seite ist auch sehr informativ. Außerdem habe ich ein sehr gutes Video zum Kobold VR100 bei Youtube gefunden. In dem Video hat die Computer Bild den kleinen Saugroboter mal ganz genau unter die Lupe genommen:

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3 Antworten to “Der kleine Saugroboter [Kobold VR100]”

  1. FrauSneipir 03/02/2015 um 23:29 #

    puh was meinst denn dann wohl was der bei meinen vier hunden sagt?und ich hab auch ne treppe…. ich bin gespannt nun auf den bericht vom saugwischer, von dem versprech ich mir doch etwas mehr 🙂
    liebe gruesse
    frausneipir

    • Kyralla 03/02/2015 um 23:36 #

      Bei zwei Hunden und achte Katzen *hust* kommt der Roboter echt an seine Grenzen. Der Saugwischer ist aber echt Gold wert. Vor allen Dingen, wenn die Hunde einem alles dreckig trampeln. So gut kann man die Pfoten bei Matschwetter nie sauber machen.

  2. Lexi 07/02/2015 um 15:39 #

    Ich finde diese Saugroboter ganz toll, hatte selbst auch sehr lange einen. Leider musste ich ihn mittlerweile hergeben da in meiner neuen Wohnung überall ein Teppich ist und diese Hundehaare etc dann nicht ganz so gut schaffen. Würde mir aber sofort wieder einen holen. 🙂 Finde auch den Fensterputzroboter toll!

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