Thermomix TM 31

2 Feb

Thermomix

Die eierlegende Wollmilchsau?

Der Weg in unsere Küche:

Das ist eine lange Geschichte. Eigentlich wollte ich ja nur einen japanischen Reiskocher, weil wir gern Onigiri essen. Bei Amazon fand ich dann auch einen echt japanischen Reiskocher. Dieser war aber sehr teuer und konnte auch nur Reis kochen. Für den Preis war mir das zu wenig. So wurde ich auf die sogenannten Multikocher aufmerksam. Darin konnte man nicht nur Reis kochen, sondern auch anbraten, schmoren, schongaren, kochen, dampfgaren und backen. Das gefiel mir schon besser. Zu dem Zeitpunkt war ich auch schon schwanger und ich erhoffte mir von dem Multikocher, dass ich mehr Zeit für das Baby hätte. Schließlich würde das Essen nach etwas Vorbereitung ganz allein vor sich hin kochen. Ich müsste nicht die ganze Zeit danebenstehen. Auf der Suche nach Rezepten für solch einen Multikocher bin ich dann im Wunderkessel-Forum gelandet. Dies ist ein Forum, in dem hauptsächlich auch Rezepte für den Thermomix gepostet werden. Zwar kannte ich den Thermomix von meiner Tante. Damals gefiel er mir aber nicht. Außerdem fand ich so einen Thermomix ja eh viel zu teuer. Bei Schatzi brachte ich mal das Gespräch auf so ein Teil und er war gar nicht begeistert. Ein normaler Multikocher wäre aber okay. So bekam ich den Intellichef von Morphy Richards. Der Thermomix blieb aber immer im Hinterkopf. Schließlich fand ich so viele tolle Rezepte beim Wunderkessel-Forum und als ich mal bei Youtube schaute, sah ich auch, dass es ein neueres und schöneres Modell vom Thermomix gibt. Das könnte man sich in Ermangelung von Platz in den Küchenschränken auch auf die Arbeitsplatte stellen. Meine Tante hatte anscheinend das Vorgängermodell TM 21. Bei Youtube fand ich dann schließlich die Channel von Thermifee und Thermomixfan. Als ich sah was für tolle Sachen die beiden in dem Ding zauberten, musste ich Schatzi doch nochmal wegen der Anschaffung fragen. Als ich vehement über einige Zeit gefragt bzw. genörgelt 😉 habe, erklärte er sich bereit sich das Teil mal in Aktion anzusehen. Ihm war der Thermomix in den Videos, die ich ihm zeigte, nämlich immer zu laut. So eine Repräsentantin (über die man solch einen Thermomix nach einer Vorführung bei sich Zuhause kaufen kann) wollten wir aber nicht zu uns einladen. Wir finden diese Art und Weise des Vertriebs schon bei Tupperware nicht so toll. Also sind wir in den Vorwerk Shop nach Essen gefahren. Die Verkäuferin dort war sehr nett und zeigte uns alles. Wir konnten uns dann auch vor Ort von der Lautstärke ein Bild machen. Als sie Schatzi dann die ganzen Funktionen erklärte und ihm erzählte, dass man Gemüsebrühenpaste selbst herstellen könnte, war er überzeugt. Wir achten ja schon stark auf die Ernährung. Aus diesem Grund benutzen wir schon keine Tütchen zum Kochen. Uns war es aber immer ein Dorn im Auge, dass uns bei Gemüsebrühe keine Alternative zum Fertigprodukt eingefallen ist. Selbst in der Bio-Gemüsebrühe ist Geschmacksverstärker in Form von Hefeextrakt. Lange Rede kurzer Sinn: Wir fuhren dann mit einem neuen Küchenhelfer nach Hause. Aber Hand aufs Herz: Braucht man so ein Teil nun wirklich? Vor allen Dingen, wenn man schon eine normale Küchenmaschine und einen Mixstab hat?

Produktdetails:

Der Thermomix besteht aus dem Grundgerät mit Mixtopf, Messer, Messbecher, Garkörbchen, Rühraufsatz sowie dem sog. Varoma. Dabei handelt es sich um einen Dampfgaraufsatz mit einem Einlegeboden. Als wir uns den vor ca. 2 Monaten oder so gekauft haben, kostete er noch 985 € und man bekam das Grundkochbuch sowie das Kochbuch „So koche ich gerne“ dazu. Bei der dezeitigen Aktion gibt es statt des „So koche ich gerne“ das Kochbuch „Leicht & Lecker“. Weitere Kochbücher sowie eine Transporttasche für Reisen sind im Onlineshop erhältlich. Wir haben uns noch die Kochbücher „Mit Thermomix auf Reisen“ und „Kochen für Knirpse“ geholt. Schließlich wollten wir den Thermomix ja auch gerade für Babybrei benutzen. Weitere technische Details findet ihr hier auf der offiziellen Thermomix-Seite von Vorwerk. Wie der Thermomix aussieht, kann man gut auf dem Bild oben erkennen. Die Aufkleber sind aber nicht im Lieferumfang enthalten. Das Gerät lässt sich leicht reinigen. Einfach etwas Wasser mit Spüli in den Mixtopf und den Thermomix kurz laufen lassen. Theoretisch dürfen auch alle Sachen bis auf dem Motorblock in die Spülmaschine, ich spüle trotzdem alles lieber von Hand.

Funktionen:

1) Vermischen:

Einfach alle Zutaten für einen Pfannkuchenteig in den Mixtopf geben, Maschine anstellen und den fertigen Teig dann nur noch in eine heiße Pfanne gießen.

2) Dampfgaren:

Mit dem Varoma-Aufsatz kann man Fleisch & Gemüse gleichzeitig dampfgaren. Das Essen wird so sehr vitaminschonend und ohne Zugabe von Fett zubereitet.

3) Mixen:

Alles wofür man sonst einen Mixer brauchte, kann man nun im Thermomix machen (z.B. Smoothies etc.).

4) Wiegen:

Der Thermomix besitzt eine integrierte Waage. Das ist gerade beim Kuchenbacken sehr toll. Man muss nicht alles umständlich einzeln in Schüsseln abwiegen.

5) Rühren:

Noch nie konnte man so leicht Milchreis oder Risotto herstellen. Es kann nichts anbrennen, da die Maschine ja die ganze Zeit für einen rührt.

6) Mahlen:

Man kann ganze Haselnüsse zerkleinern und bekommt innerhalb kürzester Zeit ein tolles Haselnusspulver. Richtig gemahlen ist das aber nicht, da die Haselnüsse kleingeschreddert werden. Das Ergebnis kann sich aber sehen lassen. Mit dem TM 31 stellt man sehr leicht auch Getreidemehl und sogar Reismehl her.

7) Schlagen:

Man kann auch Sahne schlagen. Dafür muss man lediglich den Rühraufsatz in den Mixtopf (auf das Messer) stecken.

8) Emulgieren:

Alle Dinge die man sonst im Wasserbad gemacht hat, kann man auch im Thermomix (und zwar ohne Wasser) machen. So lässt sich ganz einfach eine Mayonnaise herstellen.

9) Kontrolliertes Erhitzen:

Man kann am Thermomix genau die Temperatur einstellen. Von 37 °C bis 100 °C bzw. Varoma. So kann man z.B. sehr gut Schokolade schmelzen.

10) Kneten:

Pizza- oder Brotteig knetet das Ding wunderbar. Innerhalb von einer Minute hat man einen fertigen Brotteig. Gerade für uns ist das super, da wir ja gern wissen was in unseren Lebensmitteln ist. Schnell den Teig herstellen, der auch direkt im Gerät erhitzt werden kann (wegen der Hefe), in eine Kastenform gießen und ab in den Ofen.

11) Kochen:

Vor allen Dingen für Soßen oder Suppen ist der Thermomix super geeignet. Wir haben schonmal mit wenigen Zutaten eine Champignonsuppe gemacht, die besser war als jede Tütensuppe.

12) Zerkleinern:

Innerhalb von 5 Sekunden sind Zwiebeln zerkleinert. Ohne Tränen und man kann die Zwiebeln dann auch direkt mit Varoma (also auf höchster Stufe) anschwitzen. Anbraten kann der Thermomix ja leider nicht. Streukäse braucht man übrigens auch nicht mehr. Man schmeißt einfach ein paar Stücke Gouda in den Thermomix und bekommt ganz feinen Käse raus, den man für Aufläufe etc. benutzen kann.

Vorteile:

Der Thermomix ist sehr energiesparend. Wenn man alles in ihm kocht (Soße im Mixtopf; Nudeln, Reis oder Kartoffeln im Garkörbchen; Fleisch & Gemüse im Dampfgaraufsatz), dann verbraucht der Thermomix wohl so viel wie ein Ceranfeld. Man kann sich außerdem gesundes Essen kochen und wie bereits erwähnt Gemüsebrühenpaste oder Bratensoßenpulver selbst herstellen. So weiß man auch was drin ist und hat keine Zusatzstoffe, die man nicht möchte. Im Wunderkessel-Forum oder der Rezeptwelt von Vorwerk findet man jede Menge Rezepte. Da weiß man gar nicht was man zuerst kochen oder backen soll. Qual der Wahl und so.

Nachteile:

Man kann im Thermomix nicht grillen, braten oder backen. Außerdem kann das Gerät auch nicht in Stifte oder Scheiben schneiden. Je nach Drehzahl ist der Thermomix auch sehr laut. Das ist aber immer nur kurz (z.B. beim Käse zerkleinern oder Eis crushen). Außerdem muss man schon tief in die Tasche greifen. Im Moment kostet der Thermomix 985 € (zwei Kochbücher inklusive) und soll wohl demnächst teurer werden.

Fazit:

Ich möchte den Thermomix nicht mehr hergeben. Er erleichtert einem doch vieles. Gerade auch was Babybrei anbelangt. Vorher stand ich abends immer am Herd und habe kräftig in der Milch mit den Haferschmelzflocken herumgerührt. Trotzdem war das Ergebnis nie so toll und die Haferschmelzflocken haben sich nicht richtig aufgelöst. Generell gab es schon viele Erfolgserlebnisse weswegen sich der Thermomix meines Erachtens gelohnt hat. So schmeckte mir z.B. das selbstgemachte Käsefondue mit getrockneten Tomaten und Thymian viel besser als das Gekaufte. Der Toffifeelikör, den wir selbst hergestellt haben, schmeckte auch jedem super. Einfach die Toffifee im Mixtopf zerkleinern. Zucker, Kondensmilch, Ei, Sahne und Wodka dazu und schon hat man ein leckeres Getränk à la Baileys. Im Handumdrehen ist eine leckere Suppe gemacht und ein Brotteig hergestellt. Außerdem kaufen wir uns keinen Brotaufstrich. Warum auch, wenn man so toll selbst welchen herstellen kann (um es nochmal zu betonen: Ohne Zusatzstoffe!)? Unser Favorit im Moment ist türkischer Obazda. Dieser besteht aus Knoblauch, Frischkäse, Feta, Salz, Petersilie und Ajvar.

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Eine Antwort to “Thermomix TM 31”

  1. Dani 08/02/2013 um 11:48 #

    Noch jemand, der begeistert ist von TM31 🙂
    Mag meinen auch nicht mehr hergeben.

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