Die Bio-Kiste

24 Jan

Biokiste

Heute möchte ich euch gern mal etwas über unsere Bio-Kiste erzählen. Vielleicht interessiert sich ja der ein oder andere auch für Ernährung. Wir haben uns jedenfalls ziemlich mit dem Thema auseinandergesetzt, da ich aufgrund meiner Autoimmunerkrankung mehr auf meine Gesundheit achten wollte. Plötzlich rückten Maltodextrin, Glutamat, modifizierte Stärke, gehärtete Fette und die bösen E-Nummern in meinen Fokus. Daraufhin habe ich einige Bücher diesbezüglich gelesen und bin zu dem Schluss gekommen, dass wir von der Lebensmittelindustrie ganz schön verarscht werden. Es ist schon irgendwie ekelig, wenn man hört, dass die Aromastoffe für Erdbeerjoghurt aus Segespänen hergestellt werden. Dann mache ich mir meinen Erdbeerjoghurt aus TK-Erdbeeren, Naturjoghurt und Honig doch lieber selbst.

Warum Biosachen?

„Zunächst einmal spricht für Bioprodukte, dass sie nicht bestrahlt werden und auch keine gentechnisch veränderten Organismen enthalten dürfen. Es ist einfach gesünder, da die Tiere artgerecht aufwachsen und kein Turbo-Hochleistungsfutter mit Antibiotika zu fressen bekommen. Außerdem wird kein Kunstdünger verwendet und die Pflanzen werden erst geerntet, wenn sie reif und voller Vitalstoffe sind. Weil Biobauern alte Sorten anbauen, die einfach besser schmecken und mehr Vitamine liefern. Biogemüse ist weniger mit Pestiziden und Nitrat belastet, weil der Einsatz der chemischen Keule verboten ist und Gülle nicht zum Düngen verwendet wird.“

Dieses Zitat stammt aus dem Buch „Die neue Glyx-Diät“ von Marion Grillparzer. Das Buch habe ich verschlungen, weil es so interessant war und kann es nur jedem ans Herz legen. Es brachte mich auch auf die Idee mit der sog. „Bio-Kiste“ von der ich zuvor noch nie was gehört hatte. Schließlich hat ja nicht jeder einen Biosupermarkt direkt um die Ecke. So eine Bio-Kiste kann man online (z.B. in einem Abo) bestellen und sie wird dann nach Hause geliefert. Das wollten wir ausprobieren und fanden im Internet die Seite bringmirbio.de. Schnell war ein Probepaket bestellt und die Qualität der Lebensmittel überzeugte uns direkt. Mit der Zeit stellten wir aber fest, dass wir die versandkostenfreie Kiste (Mindestbestellwert: 25 €) zu zweit irgendwie nicht schaffen. Aus diesem Grund kündigten wir das Abo für eine längere Zeit. Lebensumstände ändern sich aber manchmal. Nun sind wir nämlich zu dritt und da ich für unsere 8 Monate alte Tochter den Brei selbst koche, wurden die Biosachen wieder interessant für uns. Wir haben wieder ein Abo bei bringmirbio.de abgeschlossen.

Inhalt der aktuellen Kiste:

  • 725 g Apfel der Woche: Pinova
  • 1 Avocado – Sorte Hass
  • 590 g Birnen – Conference
  • 1 mittelgroßer Romaesco Blumenkohl
  • 1 Bund Lauchzwiebeln
  • ca. 250 g Cherrytomaten
  • 690 g kernlose Clementinen
  • 1 Mango Kent
  • 720 g Mangold
  • 460 g Möhren
  • 1 Salat der Woche: Kopfsalat
  • 1 Sweetie Grapefruit

Vorteile:

Meistens wird saisonales Gemüse geliefert, was dann auch besonders gesund ist. Man muss nicht extra zu einem Biosupermarkt fahren, den man vielleicht nicht in der Nähe hat. Die Ware ist immer frisch, da sich im Sommer Trockeneis im Paket befindet. Außerdem lernt man Gemüsesorten kennen, die man sich vielleicht niemals selbst gekauft hätte bzw. die man gar nicht so einfach in jedem Supermarkt bekommt. Wir hatten Mangold, Löwenzahn oder Sauerampfer vorher z.B. noch nie gegessen. Die Rezeptvorschläge aus der Kiste sind auch toll. Die Rezepte sind meist vegetarisch oder vegan. Man kann sie aber auch einfach mit etwas Fleisch aufpeppen, wenn man möchte. Die Rezepte aus der aktuellen Kiste sind: Italienischer Mangold Salat, Mangold mit Kartoffeln, Orecchiette mit Romanesco und Tomaten und Mangold mit Oliven und weißen Bohnen. Bevor ich es vergesse: Wenn man bestimmte Gemüsesorten nicht mag, kann man das bringmirbio.de mitteilen und es wird einfach etwas anderes in die Kiste gepackt. Welche Gemüsesorten man nicht möchte, wird dort im Computer gespeichert und auch für kommende Lieferungen berücksichtigt.

Nachteile:

Man kann zwar die Bestellung auch für jede Woche individuell machen. Je nachdem was man kochen möchte, bestellt man dann die Zutaten. So weit ich weiß muss man dann aber jedes Mal dort anrufen, worauf ich persönlich keine Lust habe. Zwar sind die Leute an der Hotline sehr freundlich und zuvorkommend. Ich würde mir aber wünschen, dass man den Inhalt der Kiste auch irgendwie individuell auf der Website zusammenstellen könnte. Vielleicht geht das sogar. Wenn ja, habe ich aber noch nicht herausgefunden wie man das macht. Außerdem ist vielleicht ein Nachteil, dass man auf DPD angewiesen ist. Man weiß dann nie, wann DPD kommt und in dieser Woche war es z.B. sogar so, dass unser Paket erst am Donnerstag statt am Mittwoch geliefert wurde. Man kann DPD aber eine Abstellgenehmigung erteilen. Wenn man unterwegs ist und sie können einem das Paket nicht persönlich geben, stellen sie es vor die Tür.

Mir gefällt die Bio-Kiste sehr gut. Im Moment bekommen wir sie erstmal alle zwei Wochen. Müssen zunächst schauen, ob wir alles aufessen können :-). Aus den Äpfeln und Birnen werde ich Emily ein Obstmus kochen. Die Tomaten und den Romanesco Blumenkohl werde ich für ihren Mittagsbrei verwenden. Freue mich schon auf das Gericht, das wir heute mit den Zutaten aus der Kiste für uns kochen werden: Mangold-Kartoffel-Auflauf mit Lachs. Außerdem ist Schatzi glücklich, dass wir auch häufiger mal vegetarisch essen. Faustformel für sechs Tage ist: 2 Tage Fleisch, 2 Tage Fisch und 2 Tage vegetarisch. Meistens halten wir das ein.

In diesem Sinne: Guten Appetit!

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5 Antworten to “Die Bio-Kiste”

  1. monstaaas 24/01/2013 um 15:37 #

    Hhm…die Biokiste finde ich erst einmal richtig interessant und finde es toll, dass ihr die bei euch im Haushalt testet *Daumen hoch*. Diese Beiträge werde ich mal erfolgen, auch was die Auswahl alle 14-Tage anbelangt. Schade finde ich es nur, dass man sich die Ware nur telefonisch zusammen stellen kann 😦 – esse nicht wirklich viel Obst, weil ich kaum etwas vertrage und … interessant wäre es für mich dann, wenn ich mehr Gemüse für mich und die Meerschweinchen zusammenstellen könnte.
    Aber ansonsten finde ich die Idee dahinter auf jeden Fall klasse :). Viel Spass beim Verkochen der Sachen und lasst es euch schmecken *g*

    • Kyralla 24/01/2013 um 16:03 #

      Dann wäre für dich vielleicht die Gemüsekiste L etwas: http://bringmirbio.de/shop/frische-pakete-gemuese-kisten/gemuesekiste-l. Dort ist nur Gemüse drin.

      Das mit dem telefonisch zusammenstellen, gilt aber nur für den Fall, dass du die Kiste individuell zusammenstellen möchtest. Theoretisch packt dir bringmirbio.de jedes Mal eine Kiste mit einer Gemüseauswahl zusammen.

      Wenn du Interesse an der Kiste hast, kann ich ja die nächsten zwei Male oder so nochmal was über den Inhalt schreiben.

  2. Kyralla 06/02/2013 um 22:20 #

    Hier mal der Inhalt der Kiste vom 06.02:

    – 740 g Apfel der Woche: Pinova und Fuji
    – 1 mittelgroßer Blumenkohl
    – 625 g Chicorée
    – 705 g Clementinen
    – 250 g Erdnüsse
    – 1 Mango Kent
    – 495 g Orangen Washington Navel
    – ca. 500 – 800 g Pak Choy
    – 390 g Butterrübchen Goldball
    – 1 Salat der Woche: Eichblattsalat
    – 150 g Steinchampignons

  3. Kyralla 20/02/2013 um 22:51 #

    Und hier nun zum letzten Mal der Inhalt unserer Kiste (dieses Mal vom 20.02):

    – 745 g Apfel der Woche: Pinova und Fuji
    – ca. 200 g Austernpilze
    – 575 g Birnen Clapps Liebling
    – 1 Chinakohl
    – 725 g Clementinen
    – 1 Kohlrabi
    – 405 g Lauch
    – 400 g Möhren
    – 385 g Paprika – Ramiro rot
    – 1 Sellerieknolle
    – 300 g kernlose Trauben – Autumn Royal
    – 565 g Zucchini

    So. Ich hoffe, ich konnte bei der Entscheidung etwas helfen. Vielleicht hat ja jemand Lust auch die Kiste zu abonnieren.

  4. Kyralla 09/04/2013 um 18:21 #

    Habe mein ABO jetzt übrigens geändert. Kann mir die Kiste jetzt individuell zusammenstellen. Der Einkaufswert muss halt nur über 25 € liegen damit der Versand kostenlos ist. Denke, da nehmen wir die Kiste vielleicht auch jede Woche. Mal schauen. Durch die Kiste haben wir übrigens schon wieder ein neues Gemüse entdeckt: Puntarelle.

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